Akupunktur - Therapie mit Energie

Grundannahmen

Die Akupunktur ist eine aus China stammende Therapieform, in deren Mittelpunkt die Vorstellung von einer fließenden Lebenskraft, auch Lebensenergie (Qi) steht, auf deren Wirkung alles Leben beruht.

Mithilfe verschiedener Behandlungsmethoden wie Akupunktur oder Kräutertherapie kann diese Lebensenergie gezielt beeinflusst werden. Sämtliche Funktionen des Körpers wie Atmung, Verdauung, Immunabwehr oder auch Muskelbewegungen werden von dieser Lebensenergie beeinflusst.

Ähnlich wie Flüsse durch ein Land ziehen, ziehen Energiebahnen, die so genannten Meridiane, durch den Körper und versorgen ihn mit dieser lebensnotwendigen Energie. Auf den 12 paarigen und 2 unpaaren Hauptleitbahnen liegen 361 Akupunkturpunkte, mit deren Hilfe man diese Energieflüsse beeinflussen kann.

 

Wenn man gesund ist, fließt die Lebensenergie in Harmonie, die Funktionen der Organe sind kräftig und ungestört. Krankheiten sind nach dieser Vorstellung auf eine Störung im Fluss der Lebensenergie Qi zurückzuführen, entweder liegt eine Schwäche oder eine Fülle oder eine Kombination aus beidem vor. Auch Blockaden im Lebensenergiestrom sind möglich und können dann Schmerzen oder andere Symptome hervorrufen.

 

Behandlung

Der Begriff Akupunktur setzt sich zusammen aus lat.acus = Nadel bzw. spitz und pungere = stechen.

Akupunktur heißt somit übersetzt die Therapie mit Nadeln. 

Bei der Behandlung werden die entsprechenden Akupunkturpunkte, die entlang der Meridiane liegen, durch einen Reiz mit Akupunkturnadeln aktiviert, wodurch der Qifluß reguliert wird.

Die Akupunkturpunkte stehen mit einzelnen Organen bzw. Organsystemen in Beziehung. Durch den Reiz werden die den Punkten zugeordneten Organe gezielt beeinflußt. Bei der Akupunktur wird also nicht das erkrankte Organ direkt behandelt, sondern der Meridian bzw. Akupunkturpunkt, dem das Organ zugeordnet ist.

 

Körperreaktionen 

Während der Akupunktursitzung können vielfältige Veränderungen im Körper auftreten. Diese lösen verschiedene Empfindungen und Gefühle aus.

Beim Einstich der Nadeln entsteht eine leichte elektrisierende Empfindung, die aber nicht schmerzhaft sein sollte und die meist schnell nachläßt. Während der meist 20min. Liegezeit der Nadeln wird meist ein dumpfes Gefühl, das mit der Nadelwirkung gekoppelt ist und "De Qi" genannt wird, empfunden. Dieses "Nadelgefühl" kann unterschiedlich stark sein.

Nachdem die Nadeln für einige Minuten liegen, entspannt sich der Körper meist spürbar.

Arme und Beine fühlen sich oft schwer an. Häufig tritt auch ein Gefühl stärkerer körperlicher Präsenz auf, das dadurch entsteht, dass die Bewegung der Lebensenergie im Körper nun wie ein sanften Fließen wahrgenommen wird.

Wenn Spannungen sich lösen, können körperliche Empfindungen wie Zittern, Kribbeln, Wärme - oder Kältegefühle auftreten. Genauso können sich auch aufgestaute Emotionen wie Traurigkeit oder Wut lösen. 

All das ist Teil des Heilungsprozesses.

Indikationen

Die körperlichen und psychischen Indikationen einer Akupunkturbehandlung sind sehr vielfältig.

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